Elisabeth Beresford

Elisabeth Beresford und Großonkel Bulgaria

Elisabeth Beresford (Liza) wurde in Jahr 1928 in Paris geboren. Allerdings befand sich das Heim ihrer Familie in England. Ihr Vater war ein erfolgreicher Romanautor der auch für verschiedene Zeitungen gearbeitet hatte. Die Enkelin von Walter de la Mare (der ihr einige Gedichte widmete) und Kinderbuchautorin Eleanor Farjeon genoss viele Vorteile durch ihre literarischen Verbindungen. Ihre Eltern waren befreundet mit Leuten wie H.G.Wells, George Bernard Shaw, John Galwsworthy, Hugh Walpole, Somerset Maugham und T.H. Lawrence. Ihr Haus war voller Bücher und sie wurde eine eifrige Leserin.

Elisabeth begann ihre Karriere als Ghostwriterin (sie spezialisierte sich auf Reden für Reiche und Berühmte). Sie begann ihre Ausbildung als Journalistin und schrieb schon bald Kolumnen über Radio, Film and Fernsehen und arbeitete für die BBC als Radioreporter. Aufregende Trips nach Australien, Südafrika und Westindien mit ihrem Ehemann, dem Sport Kommentator Max Robertson folgten und führten zu weiteren Kinderbüchern und zwei TV-Serien: „Seven Days to Sydney“ und „Come to the Carribean“

"Lizzy" und Orinoco

Die Wombles von Wimbledon Common entstanden als ein Kind zu Weihnachten etwas falsch aussprach. Elisabeth nahm ihre Kinder mit auf einen Spaziergang über die Wimbledon Common mit. Wieder zurück zuhause schrieb sie die Namen der Charaktere auf, die sie später noch weiterentwickelte. Grossonkel Bulgaria basiert auf ihrem Schwiegervater, Tobermory entspricht ihrem Bruder (der ein talentierter Erfinder ist), Orinoco ist ihr Sohn und Madame Cholet basiert auf ihrer Mutter. Die Namen der Wombles stammen von verschiedenen Quellen: Es reicht von dem Namen der Stadt in der Elisabeths Tochter als Austauschstudentin nach Frankreich reiste bis zum Namen des Colleges an das ihr Neffe ging (Wellington)

Das erste Womblebuch wurde 1968 veröffentlicht und nachdem es im Jackanory Sender ausgestrahlt wurde entschied sich die BBC eine animierte Serie daraus zu machen.

Das Motto der Wombles „Mach einen guten Gebrauch von Müll“ und ihre Hingabe Dinge zu recyeln war seiner Zeit voraus und hat die Fantasie von Kindern überall angeregt, die damit begannen „Womble-Räumkommandos“ zu bilden und Müll zu sammeln.

Fünfunddreissig fünfminütige Filme wurden auf BBC 1 ausgestrahlt. begleitet von Mike Batts Musik und dem Wombles Thema „Underground Overground, Wombling Free“. Der wundervolle Bernard Cribbins lieferte alle Stimmen für die von Ivor Wood geschaffenen Puppen ab. Die Popularität der Wombles stieg und stieg. Aus der ganzen Welt traf säckeweise Fanpost ein. Elisabeth nahm an Call-In Radiosendungen teil und antwortete auf Fragen von Kindern aus Australien und verzauberte tausende von Zulu Kriegern indem sie ihnen Womblegeschichten vortrug. In England nahm Elisabeth bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen mit den Wombles teil und trat als Gast bei Zusammenkünften überall im Lande auf.

In zehn Jahren schrieb Elisabeth über zwanzig Womblebücher darunter auch die Texte für die Begleitbücher der TV-Serien (die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden).

Es folgten dreissig TV Folgen, eine Wombles Bühnenshow die sogar am Londoner West End lief. Eine Unmenge von Womble Produkten wurden geschaffen. Darunter Seife, T-Shirts, Becher, Handtücher und Plüschfiguren.
Elisabeth schreibt noch immer Kinderbücher. Die meisten davon auf der kleinen Insel Alderney im Ärmelkanal wo sie in einem 300 Jahre alten Häuschen in St. Anne’s lebte. Sie erhielt 1998 den MBE-Orden für ihre Verdienste um die Kinderliteratur.

Elisabeth Beresford starb am 24.Dezember 2010 im Alter von 84 Jahren an Herzversagen.